Zwei Winzer von Gmeinböck mit ihren Weinen im hohen Gras

Poysdorf, Weinviertel, Österreich

Grüner Veltliner aus Poysdorf im Weinviertel

  • Familienweingut seit fast 300 Jahren
  • Grüner Veltliner

Gmeinböck

Falke, Hase und Rebhuhn leben zwischen den Reben der Familie Gmeinböck in Poysdorf. Von diesen Tieren sind, so beschreibt es das Weingut, die Fabelwesen inspiriert, die sein Markenzeichen sind. Seit fast 300 Jahren macht die Familie im Weinviertel Wein, mit dem Wissen von zehn Generationen und dem Grünen Veltliner im Mittelpunkt.
Karte des Weinviertels mit Wien, Mistelbach, Brünn und Poysdorf, wo das Weingut Gmeinböck liegt

Auf der Karte

Wo das liegt

Gmeinböck sitzt in Poysdorf im Weinviertel, gut 50 Kilometer nördlich von Wien in Niederösterreich.

Familienweingut seit fast 300 Jahren
Grüner Veltliner
Poysdorf, Weinviertel, Österreich
Manuel Gmeinböck im Porträt, die Arme verschränkt, vor hohem Gras und Schilf

Woher das Haus kommt

Zehn Generationen in Poysdorf

Poysdorf liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Hier baut die Familie Gmeinböck seit fast 300 Jahren Wein an. Mit dem Wissen aus zehn Generationen will sie, so beschreibt es das Weingut, Weine machen, die Freude am Trinken machen und sich wiedererkennen lassen.

Heute trägt Manuel Gmeinböck die Hauptverantwortung. Er hat an der Weinbauschule in Krems gelernt und Praktika auf anderen Weingütern gemacht. Nach Angabe des Weinguts verbindet er die Familientradition mit diesen Erfahrungen zu einem Stil, bei dem die Herkunft der Weine im Vordergrund steht.

Sein Vater Erwin ist auf dem Weingut aufgewachsen und kennt, wie die Familie erzählt, jede Rebe im Weinberg. Von der Ernte bis zur Abfüllung ist er weiter mit dabei.

Eine Hand voll heller, steiniger Erde vor einer Traube am Rebstock

Die Lagen

Rund um Poysdorf, Lage für Lage

Wie verschieden die Weinberge rund um Poysdorf sind, zeigt das Haus an seinen Rieden. Ried ist das österreichische Wort für eine benannte Einzellage.

Der Hundsberg ist ein Kessel, in dem die Reben vor starken Winden geschützt stehen. Beim Waldberg deutet schon der Name nach Angabe des Weinguts darauf hin, dass dort früher vor allem Wald wuchs. In beiden Rieden stehen die Reben weitgehend auf kalkig-schluffigem Löss bzw. Lösslehm.

Anders ist der Schneiderberg, eine kleine, nach Südwesten geneigte Ried, stellenweise bis zu 20 Grad steil. Die Südwestlage und ein großes Waldgebiet im Norden sorgen dort nach Angabe des Weinguts für deutliche Unterschiede zwischen Tag und Nacht, die der Säure der Trauben ihr Gepräge geben.

Im Mittelpunkt

Grüner Veltliner aus mehreren Lagen

Für das Weinviertel ist der Grüne Veltliner die prägende Sorte. Seit 2002 ist sein Gebietsstil mit dem Weinviertel DAC festgeschrieben, einer geschützten Herkunftsbezeichnung. Gmeinböck keltert nach eigener Angabe sechs Grüne Veltliner, die je nach Lage mal saftig-kräftig, mal klassisch würzig ausfallen.

Daneben baut das Haus unter anderem Riesling, Gelben Muskateller, Weißburgunder und Zweigelt an. Neu gepflanzt hat es Goldmuskateller.


Eichenholzfässer mit dem eingebrannten Zeichen des Weinguts Gmeinböck, übereinander im Regal

Weinberg und Keller

Vom Weingarten bis in den Tank

Im Frühjahr sät das Weingut eine Blühmischung zwischen die Rebzeilen, die Nützlinge anzieht; Leguminosen wie Erbsen und Klee binden dabei Stickstoff aus der Luft. Beim Rebschnitt arbeitet das Haus mit zwei Formen: Beim Pendelbogen wird das Fruchtholz gebogen und am Draht befestigt, beim Minimalschnitt darf sich die Rebe freier entwickeln.

Zur Lese beschreibt das Weingut in einem Beitrag, wie die Ernte in den frühen Morgenstunden beginnt, solange es in den Weingärten noch kühl ist. Die niedrigen Temperaturen sollen die feinen Aromen der Trauben bewahren.

Vor dem Pressen lässt das Weingut die zerkleinerten Trauben eine Weile ruhen, bei Sauvignon Blanc und Muskateller rund 48 Stunden, damit sich Duft- und Aromastoffe aus den Schalen lösen. Vergoren wird meist mit Reinzuchthefen in temperaturgesteuerten Stahltanks. Die kräftigeren Lagenweine bleiben danach mehrere Monate auf der feinen Hefe aus der Gärung und reifen teils im Holzfass.

Das neue Gutsgebäude von Gmeinböck in Poysdorf, ein heller Flachbau mit Holzdach und großer Glasfront

Zu Besuch

Ein Keller, den die Erde kühlt

Im November 2018 ist das Weingut in ein neues Gebäude in Poysdorf gezogen. Nach eigener Angabe liefert eine Photovoltaik-Anlage den Strom, den Keller kühlt allein die natürliche Kälte des Bodens, und gebaut wurde vorrangig mit nachwachsenden Rohstoffen.

Herzstück ist der Verkostungsraum, in dem Besucher die Weine probieren können. Seilaufhängungen erinnern dort an die Rankhilfen der Reben, Eichenpaneele an die Dauben der Holzfässer. So, beschreibt es das Weingut, sollen Besucher die Entstehung des Weins auch mit den Augen erleben.

Welcher von diesen passt zu dir?

Alle Weine eines Hauses nebeneinander — da ist die Frage selten, ob der Erzeuger taugt, sondern welcher seiner Weine zu deinem Abend passt. Sag uns, worauf du Lust hast.

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Mehr über Gmeinböck

Wo liegt das Weingut Gmeinböck, und was prägt die Lage?

In Poysdorf im Weinviertel in Österreich. Für Hundsberg und Waldberg nennt das Haus kalkig-schluffigen Löss beziehungsweise Lösslehm, für den Schneiderberg Ablagerungen aus Ton, Mergel und Sand.

Wer führt das Weingut Gmeinböck?

Manuel Gmeinböck trägt die Hauptverantwortung für das Weingut. Die Familie beschreibt ihre Wurzeln als knapp 300 Jahre tief. Sein Vater Erwin arbeitet weiterhin im Betrieb mit.

Wofür ist Gmeinböck bekannt?

Nach eigener Darstellung keltert Gmeinböck Grünen Veltliner in unterschiedlichen Stilen. Klocke beschreibt Fabelwesen als Markenzeichen des Hauses, inspiriert von Tieren aus den Weingärten.

Wie arbeitet Gmeinböck im Weinberg und im Keller?

Zwischen den Reben wird im Sommer begrünt, im Keller gären die meisten Weine im temperaturgesteuerten Stahltank. Gekühlt wird der Keller mit der Kälte des Bodens, der Strom kommt aus Photovoltaik.

Kann man das Weingut Gmeinböck besuchen?

Ja, im Weingut gibt es einen Verkostungsraum, und für Besucher werden Weinverkostungen angeboten. Öffnungszeiten erfragst du am besten direkt beim Weingut.