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Das Weingut Manz zwischen seinen Weinbergen, dahinter die Huegel Rheinhessens

Weinolsheim, Deutschland

Burgunder von Löss und Tonmergel

  • Manz Wein GbR
  • 25 Hektar
  • Familienbetrieb seit 1725

Weingut Manz

Drei Böden prägen dieses Gut. Löss, Kalkstein und Tonmergel. Sie stehen den Weinen im Namen. Wer die Etiketten nebeneinanderstellt, liest eine Bodenkarte von Weinolsheim.

Gemacht werden die Weine von einer Familie, die den Betrieb in mehreren Generationen zugleich führt. Es ist ein Betrieb ohne große Geste. Was hier zählt, entscheidet sich im Weinberg und am Fass.
Eric Manz springt vor der Stele mit dem Wort Faszination und der goldenen Rosette in die Luft
Karte der Umgebung mit Bad Kreuznach, Darmstadt, Mainz, Worms; der hervorgehobene Punkt markiert Weinolsheim, den Sitz von Weingut Manz

Auf der Karte

Wo das liegt

Weinolsheim findet man südlich von Mainz, fast genau auf halber Strecke zwischen Mainz und Worms, mitten in Rheinhessen, das im Osten vom Rhein begrenzt wird. Das Weingut steht am Ortsrand, und die Reben beginnen direkt hinter den Gebäuden.

Manz Wein GbR
25 Hektar
Familienbetrieb seit 1725
Weinolsheim, Deutschland
Das Team des Weinguts Manz vor der Bodenwand, jeder haelt eine Flasche in der Hand

Drei Generationen

Wer dahintersteht

Auf 1725 datiert die Familie den Anfang ihres Handwerks. Hinter dem Betrieb stehen Martina und Eric Manz. Bewirtschaftet werden 25 Hektar in Weinolsheim und den umliegenden Orten.

Drei Generationen der Familie arbeiten gleichzeitig hier: im Weinberg, im Keller, an der Abfüllung und im Büro, dazu ein festes Team.

Eric Manz ist ausgebildeter Weinbautechniker. Gelernt hat er danach in zwei anderen Betrieben: bei Klaus Keller in Flörsheim-Dalsheim, ebenfalls in Rheinhessen, und bei der Familie Darting in Bad Dürkheim in der Pfalz. Heute gibt er die Richtung vor und entscheidet gemeinsam mit seinem Vater, wie die Weine gemacht werden.

Aufgeschnittenes Bodenprofil in der Vinothek: roter Ton, heller Kalkstein und Loess, von Rebwurzeln durchzogen

Der Boden steht auf dem Etikett

Warum es hier anders schmeckt

In der Vinothek des Guts steht eine Wand, die einen aufgeschnittenen Boden zeigt: links rötlicher Ton, in der Mitte helle, schräg geschichtete Kalksteinplatten, rechts lockerer Löss, feiner vom Wind abgelagerter Staub, und mittendurch eine Rebwurzel, die sich ihren Weg nach unten gesucht hat.

Zwei dieser Böden tauchen im Sortiment namentlich wieder auf. Es gibt einen Weißburgunder Löss und einen Weißburgunder Kalkstein, einen Grauburgunder Kalkstein und einen von tiefgründigem Kalk. Der Boden ist hier keine Randnotiz im Prospekt, sondern Teil des Weinnamens.


Barriquekeller des Weinguts Manz, gestapelte Holzfaesser mit eingebranntem Schriftzug

Beobachten, selten eingreifen

Wie der Wein entsteht

Die Arbeitsweise im Keller beschreibt das Gut selbst als abwartend: zusehen, probieren, und nur dann eingreifen, wenn es nötig ist. Hektisch wird es nur beim Abfüllen.

Ein Teil der Weine reift im Edelstahltank und bekommt vorher 24 Stunden Maischestandzeit. Die Beeren bleiben also einen Tag lang mit Schale im Most, bevor gepresst wird. Für die Weine der Réserve-Linie stehen daneben Holzfässer mit 500 Litern, in denen der Wein lange auf der Feinhefe liegt, den abgesetzten Hefeteilchen, die ihm Fülle geben.

Am liebsten, sagt das Gut, stellt es Cuvées zusammen. Merlot, Frühburgunder und Dornfelder etwa ergeben zusammen einen Rosé. Cuvée bedeutet: mehrere Rebsorten in einer Flasche, aufeinander abgestimmt.

Gleicher Boden, gleiches Fass, gleicher Jahrgang: Zwischen den beiden Weißburgundern liegen neun Gramm Zucker, und sonst nichts.

Der Hof des Weinguts Manz im Abendlicht, am Kellergebaeude der Schriftzug und die goldene Rosette

Auszeichnungen und Vinothek

Was das Haus sonst ausmacht

Dass die Arbeit ankommt, lässt sich nachlesen. Bei der Falstaff Weißburgunder Trophy 2026 stand der Weißburgunder RÉSERVE unter den Weinen mit über 90 Punkten. Bei der Bundesweinprämierung 2025 der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, kurz DLG, belegte das Gut Platz 2 unter den 100 besten Weinerzeugern Deutschlands, und stellte zum zweiten Mal in Folge die beste trockene Weißweinkollektion.

Im Hof stehen drei Stelen mit je einem Wort. Handwerk, Leidenschaft, Faszination, dem Leitspruch des Hauses. Am Kellergebäude hängt eine goldene Rosette, dasselbe Zeichen, das auf jeder Flasche über dem Schriftzug sitzt.

Neben dem Keller ist eine Vinothek entstanden. Naturstein, viel Holz, eine Fensterfront zur Terrasse. Der Probierraum schaut über die eigenen Weinberge bis zum nahen Petersberg. Ausgeschenkt wird dort auch, was sonst kaum jemand im Glas hat: ein gereifter Riesling, ein Chardonnay mit 15 Jahren, ein Spätburgunder mit 25.

Welcher von diesen passt zu dir?

Alle Weine eines Hauses nebeneinander — da ist die Frage selten, ob der Erzeuger taugt, sondern welcher seiner Weine zu deinem Abend passt. Sag uns, worauf du Lust hast.

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