Versand: 5,99 € bis 49,99 € Warenwert · 3,99 € zwischen 50-99,99 € Warenwert · Kostenlos ab 100 € · Persönliche Beratung: 0171 3612905

Trockene Weinberge und Landschaft rund um Diemersdal in Durbanville

Durbanville, Westkap, Südafrika

Sechs Generationen auf dem Dorstberg

  • Estate seit 1698
  • Familie Louw seit 1885
  • 200 Hektar ohne Bewässerung

Diemersdal

Es gibt Weingüter, deren Geschichte man erzählen muss, weil sonst niemand sie kennt. Und es gibt Diemersdal.

Der Name steht in den ältesten Landurkunden am Kap, dieselbe Familie führt den Hof bis heute, und die Reben auf den Hängen des Dorstbergs bekommen keinen Tropfen Bewässerung.

Das ist keine Sparsamkeit, sondern eine Haltung. Weniger Wasser heißt kleinere Trauben, kleinere Trauben heißen mehr Geschmack. Man muss es sich leisten können. Und wollen.
Zwei Generationen der Familie Louw bei einer Weinprobe im Fasskeller von Diemersdal
Karte der Umgebung mit Kapstadt, Stellenbosch, Durbanville; der hervorgehobene Punkt markiert das Weingut Diemersdal bei Durbanville

Auf der Karte

Wo das liegt

Diemersdal liegt bei Durbanville, 23 Kilometer von Kapstadt entfernt und damit näher an der Stadt als Stellenbosch. Vom Ort sind es noch gut vier Kilometer nach Norden bis zu den Reben auf den Hängen des Dorstbergs. Der Atlantik ist nur zehn Kilometer entfernt, nah genug, dass seine kühle Luft die Hänge erreicht.

Estate seit 1698
Familie Louw seit 1885
200 Hektar ohne Bewässerung
Durbanville, Westkap, Südafrika
Weinberge von Diemersdal in Durbanville mit Blick über die südafrikanische Landschaft

Die Familie Louw

Wer dahintersteht

Der Familie Louw gehört das Gut seit 1885. Heute führt es Thys Louw, die sechste Generation. Er ist Inhaber und Kellermeister zugleich.

Den Namen Diemersdal gibt es länger als die Familie. Er steht seit 1698 in den Landurkunden am Kap, damals vergeben von Gouverneur Simon van der Stel. Unter eigenem Etikett füllt Diemersdal erst seit 1979 ab.

Rebzeilen bei Sonnenaufgang/-untergang mit Bergkette und Dunst im Hintergrund

Klima und Böden

Warum es hier anders schmeckt

Durbanville unterscheidet sich deutlich von den wärmeren Weinregionen Südafrikas, und der Grund liegt zehn Kilometer westlich: der kalte Atlantik. Von dort ziehen nachmittags Nebel über die Hänge. Dazu weht aus Südost beständig der kühle Wind, den man am Kap Cape Doctor nennt. Die Sommer bleiben mild, die Trauben reifen langsam und gleichmäßig.

Die Reben stehen in Höhen bis 400 Meter, auf tiefen roten Böden aus verwittertem Granit mit hohem Tonanteil. Solche Böden halten Wasser, und darauf kommt hier alles an. Diemersdal bewässert nicht. 200 Hektar Reben leben allein von rund 700 Millimetern Regen im Jahr. Das macht die Stöcke robust und die Aromen konzentriert. Wie weit der Verzicht aufs Bewässern getrieben wird, zeigt die 1982 gepflanzte Lage, aus der der Wein Wild Horseshoe kommt: drei Tonnen Trauben je Hektar, eine kleine Ernte für so viel Fläche.


Traditionelle Arbeit an einem Weinfass im Keller von Diemersdal

Im Keller

Wie der Wein entsteht

Ein Teil der Rotweine vergärt in offenen Bottichen aus Holz und Beton statt in geschlossenen Tanks. Dabei steigen die Traubenschalen nach oben und bilden einen festen Deckel. Farbe und Gerbstoff kommen nur heraus, wenn dieser Deckel immer wieder in den Most gedrückt wird. Auf Diemersdal geschieht das von Hand.

Bei den Weißweinen gehen zwei Wege auseinander. Ein Teil des Sauvignon Blanc vergärt und reift in französischer Eiche, der Rest bleibt gekühlt im Edelstahltank. Aus einer Traube werden so zwei verschiedene Weine.

Wo nicht bewässert wird, entscheidet der Boden über die Menge — und niemand sonst.

Reife weiße Weintrauben in den Weinbergen von Diemersdal

Was auffällt

Was das Haus sonst ausmacht

Sauvignon Blanc ist die Sorte, für die das Haus international bekannt ist. Die Fläche zeigt, wie sehr darauf gesetzt wird: von 26 Hektar im Jahr 2005 auf 120 Hektar im Jahr 2020. Daneben steht Pinotage, die südafrikanische Rebsorte schlechthin, hier mit reifer Frucht und Würze.

Der südafrikanische Weinführer Platter's hat Diemersdal 2026 als „Top Performing Winery of the Year" ausgezeichnet.

Auf dem Dorstberg liegen außerdem 16,8 Hektar, auf denen keine Rebe steht. Das Gut hat sie mit der Naturschutzbehörde Cape Nature für zehn Jahre als Schutzgebiet festgeschrieben. Dort wächst Renosterveld, eine Vegetation, von der in Südafrika über 90 Prozent verschwunden ist. Sie gilt als die am stärksten bedrohte des Landes. Als erstes Gut in Durbanville wurde Diemersdal dafür vom WWF als Conservation Champion geführt.

Weißes kapholländisches Herrenhaus (Manor House) des Estate mit Palmen, Ziermauer und Hügel im Hintergrund

Auf dem Gut

Wenn man hinkommt

Zum Gut gehören ein weißes Herrenhaus im kapholländischen Stil, alte Bäume und ein Restaurant, die Farm Eatery, untergebracht in einem alten Stall, den die Familie Louw hergerichtet hat.

Gekocht wird mit dem, was die Umgebung liefert. Kräuter und ein Teil des Gemüses kommen aus dem eigenen Küchengarten, Eingemachtes und Brot aus dem Haus. Das Mittagsmenü wechselt täglich, freitags gibt es klassische Bistroküche.

Der Verkostungsraum daneben ist an allen sieben Tagen geöffnet, ohne Reservierung. Man kommt, setzt sich und wird der Reihe nach bedient.

Sorgfältig ausgewählt - Weinkontor Bastert

Welcher von diesen passt zu dir?

Alle Weine eines Hauses nebeneinander — da ist die Frage selten, ob der Erzeuger taugt, sondern welcher seiner Weine zu deinem Abend passt. Sag uns, worauf du Lust hast.

Ruf an: +49 171 3612905 — du sprichst direkt mit uns in Bad Oeynhausen.

So beraten wir dich