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Die neun Lütts Spirituosen nebeneinander auf einem Holzbrett vor grauer Wand: Entenfang, Schlür-Schluck, Grüner Elch, Übersee, Kleener Katteker, Schnapsdrossel, Klöterkirsche, Willi und Zwitscherzwetschge

Wagenfeld, Niedersachsen, Deutschland

Lütts aus Wagenfeld in Niedersachsen

  • Familienunternehmen seit 1896
  • Lütts

Lütts – Friedrich Lütvogt

  • Familienunternehmen seit 1896
  • Lütts
  • Wagenfeld, Niedersachsen, Deutschland
Zu den 5 Weinen

Seit 1896 gehört zur Hofstelle der Familie Lütvogt in Wagenfeld in Niedersachsen ein Getränkegeschäft. Zu den Lütts Spirituosen erzählt das Unternehmen Geschichten, die vom Hof und aus dem Dorf stammen: von Auswanderern in New York bis zu einem Kirschbaum mit Blechdosen.


Seit 1896 gehört zur Hofstelle der Familie Lütvogt in Wagenfeld in Niedersachsen ein Getränkegeschäft. Zu den Lütts Spirituosen erzählt das Unternehmen Geschichten, die vom Hof und aus dem Dorf stammen: von Auswanderern in New York bis zu einem Kirschbaum mit Blechdosen.
Karte von Niedersachsen und Westfalen mit Bremen, Osnabrück, Minden, Diepholz und Wagenfeld, wo das Familienunternehmen Friedrich Lütvogt mit seiner Marke Lütts sitzt

Auf der Karte

Wo das liegt

Lütts kommt aus Wagenfeld im Landkreis Diepholz, rund 60 Kilometer Luftlinie südlich von Bremen und gut 35 Kilometer nördlich von Minden.

Familienunternehmen seit 1896
Lütts
Wagenfeld, Niedersachsen, Deutschland
Fachwerk-Hofgebäude der Familie Lütvogt in Wagenfeld mit großem Holztor, daneben ein alter Baum

Woher der Name kommt

Der Hof, den das Dorf Lütts nennt

Alte Höfe in Wagenfeld haben im Dorf oft einen eigenen Namen neben dem Familiennamen, häufig plattdeutsch. Bei den Lütvogts heißt die Hofstelle seit jeher „Lütts“, eine Kurzform von Lütvogt. Auch der Name der Direktsaftschorle Lütts Landlust, die das Unternehmen 2012 einführte, geht auf diesen Beinamen zurück.

Nach Angabe des Unternehmens lässt sich die Familie bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen; ihre Hofstelle ist bis heute der Mittelpunkt, mit einem großen Bauernhaus in der norddeutschen Bauweise des Hallenhauses von 1786.

Historisches Porträt von Friedrich Lütvogt in den USA, um 1880

Die Geschichte

Vom Bierverlag zum Getränkehaus

Friedrich Lütvogt kam aus San Francisco nach Wagenfeld zurück und übernahm 1896 die Hofstelle seiner Eltern. Nach der Überlieferung des Unternehmens hatte er in Amerika als Bartender gearbeitet. Als zusätzliches Einkommen baute er einen Bierverlag auf, also einen Bierhandel: Er bezog Bier von einer Brauerei in Vechta und fuhr es mit Pferdegespannen zu Gastwirten der Umgebung. Im ersten Jahr zählte er 33 Kunden.

Über vier Generationen wurde daraus ein Getränkehaus mit eigener Mineralquelle, der Auburg Quelle, die Mitte der 1980er Jahre erschlossen wurde, und seit 2006 mit dem ersten eigenen Getränkemarkt „bi Lütts“, plattdeutsch für „bei Lütts“. Heute führen Elke Lütvogt und Gabriele Henke das Unternehmen als Geschäftsführerinnen.

Drei Lütts Spirituosen mit illustrierten Etiketten auf einem Holzbrett: Grüner Elch, Übersee und Kleener Katteker

Die Namen

Was auf den Etiketten steht

Zu den meisten Lütts Spirituosen hat das Unternehmen eine kleine Geschichte geschrieben, viele davon aus Wagenfeld. Sie steht auf dem Etikett, und wer abends die Flasche zur Hand nimmt, kann nachlesen, woher der Name kommt. Einige Geschichten erzählen die Etiketten so:

„Übersee“, ein Likör mit Veilchenwurzeln und Kräutern, erinnert an die Wagenfelder Gesellschaft, einen Zusammenschluss Ausgewanderter, den 1883 fünfzehn von ihnen in New York gründeten. „Kleener Katteker“, ein Haselnuss-Likör, trägt das plattdeutsche Wort für Eichhörnchen, zu dessen liebsten Mahlzeiten Haselnüsse zählen. Hinter „Klöterkirsche“, einem Likör mit Kirschgeschmack, steht Oma Frieda aus der Familie, die in ihrem Sauerkirschbaum Konservendosen mit Steinchen aufhängen ließ, damit der Lärm die Stare aufscheuchte. Und „Willi“, ein Williams-Birnenbrand mit Birnensaft, erzählt von einem Wagenfelder, der im Ort eine Zigarrenmanufaktur betrieb und den Kindern im Spätsommer gern eine Birne zusteckte.

Grüne Mehrweg-Getränkekästen auf dem Förderband in der Abfüllung von Lütvogt in Wagenfeld

Wie das Haus wirtschaftet

Biogas, Solarstrom und Mehrweg

Für die Wärme im Betrieb sorgen nach Angabe des Unternehmens zwei mit Biogas betriebene Blockheizkraftwerke. Wo es sich eignet, liegen Solarmodule auf dem Dach, und sie decken nach eigener Angabe knapp ein Viertel des Strombedarfs.

Bei Wasser und Direktsaftschorle setzt das Haus auf Mehrweg: Auburg Quelle und Lütts Landlust füllt es nach eigener Angabe in Mehrwegflaschen ab, überwiegend aus Glas. 2011 zeichnete die Deutsche Umwelthilfe das Unternehmen nach dessen Angabe mit dem Mehrweg-Innovationspreis aus.

Das Dach

Eine Wiese auf dem Lagerdach

Als das Unternehmen 2018 und 2019 sein Logistikzentrum „zu den Wiedlingswiesen“ baute, entschied es sich für Holzbauweise und ein Gründach. So sollte auf dem überbauten Boden wieder Raum für Pflanzen und Insekten entstehen. Nach Angabe des Unternehmens misst das Dach rund einen Hektar, wurde mit EU-Mitteln gefördert und verursachte erhebliche Mehrkosten; gesät wurde ein nordwestdeutscher Sandtrockenrasen, also Pflanzen trockener, sandiger Standorte der Region.

Seit dem Herbst 2019 begleitet die Hochschule Osnabrück das Dach mit ihrem Projekt Dallî, bei dem Saatgutmischungen für Dachbegrünungen erprobt werden und ein Monitoring festhält, welche Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge einziehen.

Welcher von diesen passt zu dir?

Alle Weine eines Hauses nebeneinander — da ist die Frage selten, ob der Erzeuger taugt, sondern welcher seiner Weine zu deinem Abend passt. Sag uns, worauf du Lust hast.

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So beraten wir dich

Mehr über Lütts – Friedrich Lütvogt

Wer steckt hinter Lütts?

Das Familienunternehmen Friedrich Lütvogt aus Wagenfeld in Niedersachsen. Friedrich Lütvogt gründete es 1896 als kleinen Bierverlag, heute führen Elke Lütvogt und Gabriele Henke das Unternehmen. „Lütts“ ist der Name, den das Dorf seit jeher für die Hofstelle der Familie benutzt, eine Kurzform von Lütvogt.

Was gibt es von Lütts bei uns?

Spirituosen und Liköre wie den Kräuterklaren Entenfang, den Anis-Schnaps Schlür-Schluck, den Minz-Likör Grüner Elch und die Schnapsdrossel, dazu den Sommer-Secco als leichte Landbowle. Weitere Sorten nehmen wir nach und nach auf.

Woher kommen die Namen der Lütts-Spirituosen?

Zu den meisten Sorten hat das Unternehmen eine kleine Geschichte geschrieben, viele davon aus Wagenfeld, und sie steht auf dem Etikett. So erinnert „Übersee“ an Wagenfelder Auswanderer in New York, und „Kleener Katteker“ ist das plattdeutsche Wort für Eichhörnchen.

Kann man Lütts in Wagenfeld besuchen?

Nach Angabe des Unternehmens gibt es geführte Besichtigungen, nur auf Anmeldung. Der Rundgang führt rund 1,5 Kilometer zu Fuß durch den Betrieb, auch zum Gründach, und ist nicht barrierefrei. Termine erfragst du direkt bei Lütvogt. In Wagenfeld und Rahden betreibt das Unternehmen außerdem die Getränkemärkte „bi Lütts“.

Macht Lütts auch alkoholfreie Getränke?

Ja. Zum Haus gehören das Mineralwasser der Auburg Quelle und die Direktsaftschorle Lütts Landlust, die das Unternehmen nach eigener Angabe überwiegend in Mehrwegflaschen abfüllt. Bei uns im Shop findest du von Lütts vor allem Spirituosen und Liköre.